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| Antrag: Vermeidung von Einwegbechern (Coffee-to-go-Becher)

Plastikmüll stellt in der Umwelt ein erhebliches Problem dar, weil die meisten Kunststoffe biologisch nicht abbaubar sind. Zum Plastikmüll zählen auch Coffee-to-go-Becher, da diese aus mit Kunststoff beschichteter Pappe bestehen. Deckel und Mundstück bestehen vollständig aus Kunststoff. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Becher oft im Freien eingesetzt werden und nicht immer den Weg bis zum nächsten Mülleimer finden. Das Ergebnis lässt sich in vielen Grünanlagen und im Straßenbegleitgrün besichtigen: Überall finden sich Reste solcher Verbund-Pappbecher und deren Kunststoff-Deckel.

Während die Pappe mit der Zeit verrottet, werden die Kunststoffanteile lediglich durch Versprödung und mechanische Einwirkung immer weiter zerkleinert, bis am Ende feinste Partikel im Boden zurückbleiben (sekundäres Mikroplastik) oder von dort in die Fließgewässer ausgeschwemmt werden.

Eine Möglichkeit, dieser Entwicklung entgegen zu treten sind persönliche Thermo- oder Isolierbecher der Nutzer. Sie werden von vielen Cafés gefüllt und sorgen so dafür, dass der Kunde keinen Einwegbecher benutzen muss. Sie erfordern jedoch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit durch die Nutzer und führen gelegentlich dazu, dass die eigene Handtasche oder der Rucksack mit Kaffee- oder Crema-Resten verschmiert werden. Zudem gibt es Betriebe, die diese Becher wegen des möglichen Keim- und Haftungsrisikos nicht auffüllen.

Eine weitere Alternative können deshalb Pfandbecher sein, deren Pfand sich an vielen Orten wieder einlösen lässt. Auf diese Weise sparen sich die Kunden die Reinigung und sparen den Platz in ihren Taschen. Die Reinigung wird von den Cafés selbst übernommen. Kunden müssen sich – wie bei Getränke-Pfandflaschen – um nichts kümmern.

Daher beantragen CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, Hagen Aktiv und FDP folgenden Antrag zur Sitzung des des Umweltausschusses am 12. September 2018:

Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) sowie der für die Stadt als Wirtschaftsförderung tätigen HAGENagentur die in Hagen ansässigen Unternehmen auf die Mehrwegsysteme für Coffee-to-go-Becher, z.B. der Firmen CUPFORCUP oder RECUP aufmerksam zu machen und ein koordiniertes Vorgehen anzustoßen. Es ist ausdrücklich nicht vorgesehen, dass die Stadt als Unternehmer oder Franchisenehmer auftritt.

Bildquelle: dpa/picture-alliance/Patrick Seeger

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